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Immer mehr Jugendliche abhängig


© Deltaimages/Shutterstock

Der Anteil der Jugendlichen mit problematischer Computer- und Internetnutzung hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Präventions- und Hilfsprogramme sollen den Trend stoppen.

„5,8 Prozent aller Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigen mittlerweile ein gestörtes Internet- oder Computerspielverhalten. Sie haben Schwierigkeiten, ihr Spiel zu kontrollieren und zeigen ‚Entzugserscheinungen‘ wie Aggressivität, Rückzug vom Alltag oder Depressionen“, warnt Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Sie nimmt die Eltern in die Pflicht: „Wer selbst beim Abendessen das Smartphone oder Tablet nicht mehr weglegt, ist den Kids gegenüber wenig glaubwürdig und vermittelt sicherlich keine gesunde Online/Offline-Balance.“

Jugendliche müssen früh im Umgang mit Medien geschult werden

„In der Prävention exzessiver Mediennutzung ist es entscheidend, Jugendliche frühzeitig im bewussten Umgang mit Medien zu schulen und auf die damit verbundenen Risiken aufmerksam zu machen, um negativen Folgen wie Kontrollverlust und Vereinsamung entgegen zu wirken“, betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dabei muss auch individuell auf unterschiedliche Abhängigkeitsrisiken eingegangen werden: So nutzen Jungen bevorzugt Computerspiele, während Mädchen ihre Zeit überwiegend in sozialen Netzwerken verbringen.

Hilfe wird eher im Internet als bei Beratungsstellen gesucht

Die LWL-Universitätsklinik Bochum bietet seit letztem Jahr den Online-Ambulanz-Service für Internetsüchtige (OASIS) an. Dieser wird laut Initiator Dr. Bert te Wildt rege genutzt: „Für Internetsüchtige ist die Hemmschwelle, sich im Netz selbst Hilfe zu holen, offenbar niedriger, als sich direkt an eine Beratungsstelle zu wenden. Mehr als 10.000 Nutzer haben bereits auf dem OASIS-Portal den Selbsttest gemacht, um herauszufinden, ob sie oder ein Angehöriger unter Internetsucht leiden. Das Internet birgt zwar eine Suchtgefahr, aber es kann andererseits auch sinnvoll therapeutisch nutzbar gemacht werden.“

Den OASIS-Selbsttest können Sie hier machen.

Quelle: BZgA

Autor: Leonard Olberts

Gefahr fürs Herz: Luftverschmutzung


© Fotos593/Shutterstock

Die anhaltende Luftverschmutzung in vielen Großstädten stellt eine große Belastung für Herz- und Lungenpatienten dar. Mediziner setzen sich daher dafür ein, dass für Stuttgart geforderte Diesel-Fahrverbot zügig umzusetzen.

„Nur durch eine rasche Verringerung der gesundheitsgefährdenden Luftverschmutzung insbesondere durch PKW- und LKW-Abgase mit ihren giftigen Stickoxiden, Feinstaub, Schwefeloxiden, Kohlenmonoxid und Schwermetallen können wir die Bevölkerung vor einer Gesundheitsgefährdung schützen“, warnt Dr. Thomas Münzel vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Der enorme Schadstoffausstoß, insbesondere von Diesel-Motoren, schadet vor allem Risikogruppen: Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und chronisch Kranken, insbesondere Herz- und Lungenpatienten.

Luftverschmutzung kann zu Herzinfarkt führen

Neben Atemwegserkrankungen verursachen Autoabgase auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Feinstaub gelangt nach der Einatmung nämlich sofort in die Blutbahn und von dort in die Gefäßwand. Dies erhöht unter anderem das Risiko einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit können die Abgase des Straßenverkehrs die Entstehung eines Herzinfarkts befördern. Hierfür reicht bereits ein kurzer Kontakt mit den Schadstoffen.

Herz-Patienten sollten Luftverschmutzung möglichst ausweichen

Nicht nur in Stuttgart, auch in anderen Großstädten wie München und Hamburg liegt die Schadstoffbelastung insbesondere an vielbefahrenen Straßen deutlich oberhalb der Grenzwerte. Bei besonders hohen Werten sollten Risikogruppen sich so wenig wie möglich außerhalb des Hauses aufhalten, raten Experten. Joggern, Radfahrern und Spaziergängern in besonders belasteten Städten wird empfohlen, ihre Aktivität möglichst in Parks und Grüngürtel zu verlegen.

Eine interaktive Karte der im letzten Jahr besonders belasteten Regionen finden Sie hier.

Quelle: Deutsche Herzstiftung

Autor: Leonard Olberts

Schluss mit Reizdarm


© Africa Studio/Shutterstock

Blähungen, Verstopfung, Bauchschmerzen und Durchfall – liegt die Ursache für diese Magen-Darm-Beschwerden im Dunkeln, handelt es sich womöglich um das Reizdarm-Syndrom. Wie Sie schnell und schonend (be)handeln.

Bis zu 20 Prozent aller Deutschen (vor allem Frauen) leiden unter funktionellen Darmbeschwerden – das sind Beschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und veränderter Stuhlgang, die sich nicht auf organische Krankheitsursachen zurückführen lassen. Halten sie länger als drei Monate an und beeinträchtigen die Lebensqualität des Betroffenen, sprechen Mediziner vom Reizdarm-Syndrom. Leiden auch Sie an solchen Beschwerden, besteht jedoch kein Grund zur Verzweiflung: Im Normalfall können Sie die Beschwerden in Eigenregie behandeln.

Hinweis: Kommt es zu ernsteren Begleiterscheinungen wie Fieber, ungewolltem Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl, suchen Sie zeitnah einen Arzt auf.

Behandlung der Blähungen und Bauchschmerzen bei Reizdarm

Blähungen und Schmerzen im Unterleib sind nicht nur körperlich unangenehm, die Sorge vor übelriechenden „Winden“ kann auch das Sozialleben beeinträchtigen. Abhilfe schaffen Pflanzenextrakte wie Pfefferminze, Kümmel oder Kamille: Sie wirken spasmolytisch (krampflösend) und entblähend. Anwenden können Sie die Extrakte in Form von ätherischen Ölen. Beliebt ist daneben das Phytotherapeutikum Iberogast® mit bitterer Schleifenblume und acht weiteren Pflanzenextrakten.

Behandlung der Verstopfung bei Reizdarm

Studien weisen darauf hin, dass Quell- und Ballaststoffe gegen Verstopfung helfen können. Beachten Sie jedoch, dass nur lösliche Ballaststoffe, zum Beispiel Flohsamen oder Flohsamenschalen, bei entsprechend großer Flüssigkeitszufuhr wirken – unlösliche Ballaststoffe wie Kleie oder Leinsamen könnten die Symptome hingegen noch verschlimmern. Ist die Wirksamkeit der Ballaststoffe unzureichend, probieren Sie es mit Laxanzien (auch als Abführmittel bekannt). Besser verträglich sind einzelne Probiotika-Stämme, zum Beispiel Bifidobakterien, die besonders in Kombination mit Ballaststoffen Erfolg versprechen.

Behandlung des Durchfalls bei Reizdarm

Bei Durchfall helfen Ihnen ebenfalls Ballaststoffe. Flohsamen haben eine gute Wasserbindungskapazität und eignen sich daher für flüssige Stühle. Die Studienlage zu Probiotika ist zwar nicht eindeutig, aufgrund ihrer guten Verträglichkeit schadet ein Therapieversuch jedoch nicht. Zur kurzzeitigen Anwendung (maximal 2 Tage) hat sich der Arzneistoff Loperamid (Imodium® akut) bewährt: Er hemmt die Darmtätigkeit, wodurch Stuhlgang und Flüssigkeitsverlust vorübergehend zurückgehalten werden.

Langfristige Behandlungsoptionen bei Reizdarm

Während die genannten Therapien Ihnen nur vorübergehend Linderung verschaffen, gestaltet sich eine dauerhafte Verbesserung der Reizdarm-Beschwerden schwieriger. Die Zunahme des Syndroms in den letzten 30 Jahren sowie ihr Auftreten ausschließlich in westlichen Industrieländern legen nahe, dass wir es mit einer Zivilisationskrankheit zu tun haben. Das heißt: Eine Vermeidung von Stress, ungesundem Essverhalten, Bewegungsmangel und häufigem Antibiotika-Gebrauch könnte die funktionellen Magen-Darm-Beschwerden verringern. Daneben wird der Einfluss der Darmflora auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden zunehmend erforscht – hier könnten sich in naher Zukunft also weitere Therapieansätze ergeben.

Tipp: Reizdarm-Patienten leiden häufiger als die Normalbevölkerung unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Führen Sie daher ein Ernährungstagebuch, in das sie eintragen, wann und besonders nach welchen Speisen Beschwerden auftreten bzw. welche Speisen Sie gut vertragen.

Quelle: DAZ 13/2017

Autor: Leonard Olberts

Lungenerkrankungen durch Asbest


© ldutko/Shutterstock

Gesundheitsschädliche Asbestfasern sind auch nach fast 40 Jahren noch in gleicher Menge in der Lunge nachweisbar. Zu dem Schluss kommt eine Langzeitstudie Bochumer Forscher.

„Asbestos“ bedeutet auf Altgriechisch „unvergänglich“. Während diese Eigenschaft des faserigen Materials in der Bauindustrie hochgeschätzt wird, stellt sie für Menschen ein großes Gesundheitsproblem dar. Denn Asbest kann sich in der Lunge festsetzen und wird dort auch über Jahrzehnte nicht abgebaut. Das hat eine Auswertung von über Jahrzehnten gesammelten Daten nun endgültig bestätigt.

Langzeitstudie ist in dieser Form einzigartig

„Das Besondere an unserem Datensatz ist, dass viele Jahre nach dem Ende des Asbestkontaktes bei ein- und demselben Menschen mit einer asbestbedingten Lungenerkrankung im Abstand von 4 bis 21 Jahren mehrfach die Asbestkonzentration im Lungengewebe bestimmt wurde“, erklärt Inke Feder von der Ruhr-Universität Bochum. „Die Asbestkonzentration in der Lunge blieb über diesen langen Zeitraum von fast 40 Jahren stabil und somit nachweisbar.“

Noch nach Jahrzehnten drohen schwere Erkrankungen

Feine Fasern wie die des Asbests können beim Eindringen in die Lunge nicht einfach ausgehustet werden, da sie tief in die Lungenbläschen vordringen. Dies kann zur Asbestose führen, einer Form der Staublungenkrankheit. Noch Jahrzehnte nach dem ersten Kontakt drohen Langzeitfolgen wie Lungenfibrose oder Lungenkrebs. Asbest darf daher seit 1993 in Deutschland und seit 2005 in der EU nicht mehr verwendet werden.

Durch Langzeitnachweis spezifischere Therapien möglich

Durch den Nachweis von Asbestfasern nach Jahrzehnten lassen sich entsprechend verursachte Erkrankungen bald womöglich spezifischer behandeln. „Im Röntgenbild sind nicht asbestbedingte Lungenfibrosen von einer Asbestose kaum zu unterscheiden“, erklärt der Arbeitsmediziner Dr. Rolf Merget. „Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass Asbestfasern im Lungengewebe nach so langer Zeit noch nachweisbar sind.“ Zudem hilft der Nachweis bei der Risikobewertung durch Asbestexposition am Arbeitsplatz – Erkrankte könnten hierdurch eher auf eine Entschädigung hoffen.

Quelle: Ruhr-Universität Bochum

Autor: Leonard Olberts

Beikost schützt vor Allergien


© sergign/Shutterstock

Aus Sorge vor späteren Allergien füttern manche Eltern ihre Kinder erst vergleichsweise spät mit Beikost – zu Unrecht, zeigt eine neue Studie. Tatsächlich schütze das frühe Einführen von Beikost sogar vor Allergien.

Das verzögerte Einführen bestimmter Lebensmittel bei Säuglingen erhöht deren Risiko, später eine Allergie gegen diese Lebensmittel zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen kanadische Forscher, die Daten zur Ernährung von mehr als 2000 Neugeborenen über die ersten 2 Lebensjahre ausgewertet haben. Demnach verdoppelte ein Verzicht auf Eier und Erdnüsse im ersten Lebensjahr das Risiko einer späteren Allergie, bei Kuhmilcheiweiß war das Risiko sogar vierfach erhöht, wenn Kinder in den ersten zwölf Monaten nicht mit der Tiermilch in Kontakt kamen.

Keine Sensibilisierung durch Nahrungsmittel

Trotz der Empfehlung von Ernährungsexperten, nach den ersten 4 Lebensmonaten mit dem Füttern von Beikost in Form von Breien zu beginnen, bleiben manche Eltern lieber bei der Muttermilch. Der Grund: Sie fürchten, dass ihr Baby durch den frühen Erstkontakt mit Nahrungsmittelallergenen eine sogenannte Sensibilisierung riskiert, aus welcher sich später eine Allergie entwickeln kann.

Sensibilisierung droht z. B. bei Tabakrauch und Katzenhaaren

„Bei einer Sensibilisierung entwickelt der Körper nach dem Erstkontakt mit einem Allergen eine spezifische Immunantwort, die bei einem erneuten Kontakt dann zu einer allergischen Reaktion führen kann. In der Folge können sich zudem Asthma, allergischer Schnupfen und Neurodermitis entwickeln“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Zu einer solchen Sensibilisierung kommt es etwa bei Tabakrauch, Schimmelpilzen und Katzenhaaren – offenbar jedoch nicht bei Nahrungsmittelallergenen.

Quelle: Kinderärzte im Netz

Autor: Leonard Olberts